Mittwoch, 8. November 2017

Der Herbst

Wettermässig sollen die Temperaturen in diesen Tage noch einmal 8-10 Grad Celsius erreichen. Das könnte bedeuten, dass die Natur, die sich im Rückzug zur Winterpause gelangte, verlockt und verführt wird, ein grünes Spitzlein aus der Erde zu recken.

Die Jahreszeiten geraten aus dem typischen Takt, den wir europaweit haben.

Bizarr, fällt mir dies Bild in den Sinn...

Doch es besitzt eine stille Schönheit nach dem Gesetz der Natur,
da Wind und Wetter die Symphonie dirigieren.

...vielleicht führte ein Schmetterling meine Feder!?




Mit herbstbunten Grüßen, Heidrun

Sonntag, 29. Oktober 2017

Wie geht's?!


Morgendlich, mit dem Herausschwingen der Beine aus dem Bett beginnt es täglich mit der bange Frage:

Was schaffe ich heute?!


Welche Schmerzen treffen ein, die einen ohnehin eingeschränkten Tagesablauf weiter reduzieren?

Von außen wird Zuversicht erwartet und eingefordert. Zuversicht, die mich zusätzlich enorm Kraft kostet sie wenigstens in einem minimalen Maß zu demonstrieren. Und es stellt sich mir die Überlegung, inwieweit darf ich es vertreten, mich den Anforderungen zu stellen ohne die notwendige Achtsamkeit auf meinem Pfad der körperlichen und seelischen Befindlichkeit zu verlieren!

Während dem Gang zum Bad, zum Frühstück, zum Briefkasten wegen der Zeitung, sperren sich die steifen Glieder gegen die Bewegungen. Vorsicht ist verlangt, um nicht etwa die Treppe hinunter zu stürzen bis dann nach etlichen Schritten die Beine einigermaßen gehorchen. Morgendliche Gymnastik sieht allgemein anders aus, als mit zittrigen Händen die Kaffeetasse zu halten.

Die Anläufe dauern.

Geduld, Geduld! - da sich von Mal zu Mal der Prozess länger hinzieht, bis der Körpermotor in Gang kommt. Und neue Techniken katapultiert mir der Kopf ins Alltagsgeschehen, damit ich den Beruf bewältige und die privaten Pflichten nicht vollkommen auf der Strecke bleiben, damit das Leben gelebt werden kann.

Schwạ̈·che
Substantiv [die]
  1. 1
    das Schwachsein.
  2. 2
    eine schlechte Eigenschaft eines Menschen.

    "Jeder hat seine Schwächen."


Ist's tatsächlich eine schlechte Eigenschaft sich selbst zu seinen Schwächen zu bekennen,
seine eigenen Grenzen auszuloten?
Ich denke NEIN.

UND ICH VERSUCHE MIR ANDERE SCHICKSALE VOR AUGEN ZU FÜHREN
...doch  - im Vergleich zu anderen Mitmenschen geht's mir trotzdem gut.




Donnerstag, 12. Oktober 2017

Lebensgefühl(e)

Gestern beim Freundinnen-Frühstück kam u.a. das Gespräch auf unsere unterschiedlichen Lebensführungen.

Wie leben wir eigentlich?!

Durchsetzt von Hektik, Termindruck der zum Beispiel dazu führte, dass eine liebe Freundin ihren Geldbeutel liegen ließ und verloren glaubte, ja sogar vermutet hatte, dass er ihr gestohlen worden war. Bis die Kreditkarte gesperrt und alles erdenkliche erledigt war, vergingen Stunden der Ängste und Sorgen! Oh, wie bekannt mir das Gefühl vorkommt!

Die Geldbörse fand sich schließlich nach Tagen unversehrt wieder ein - glücklicherweise(!), doch zu welchem Preis der nervenaufreibenden Aktivitäten, die damit einhergegangen waren.

Lässt sich das vermeiden, frage ich mich?

Eventuell können wir an unserer Lebensführung so weit schrauben, um dererlei zu vermeiden...




Lagom? Lagom!

Lagom ist ein Wort aus dem Schwedischen, das ich im Autoradio bei Deutschlandfunk Kultur aufschnappte und später verfolgte. Dieses Wort, für das es keine adäquate Übersetzung ins Deutsche gibt, hatte mich neugierig gemacht. Auch das Norwegische (sowie die beiden Schriftsprachen Bokmål und Nynorsk) kennen das Wort, wie ich nachlesen konnte.

Herausgefunden habe ich schließlich folgendes:
Lagom umschreibt eine in Schweden typische Einstellung, nämlich die Ablehnung von Extremem, stattdessen die bewusste Wahl des gesunden Mittelmaßes. Lagom heißt also  „gerade richtig“, eben nicht zu viel und nicht zu wenig. Und ich freue mich darüber und empfinde das als ein richtig gutes Motto.

So lässt beispielsweise die berühmte Autorin Astrid Lindgren in ihrem Roman "Emil i Lönneberga "(Michel aus Lönneberga) Emils Mutter sagen, als der Vater danach fragt, wie sie die „köttbullar“ (Fleischklößchen) für das Ortsfest mache: „Lagom stora, lagom runda och lagom bruna“  - So groß, rund und braun, wie sie sein müssen. Beispielsweise würde es in Schweden meist als positiv angesehen, wenn das Wetter im Urlaub lagom warm ist, man auf der Autobahn lagom schnell vorankommt und die Portionen im Restaurant lagom groß sind.

Der Ursprung...

Laut einem Mythos gehe der Ausdruck auf den Vorgang eines herumgehenden Trinkhorns oder Bechers zurück, der genau so viel enthalten soll, dass jeder in der Runde einmal und gleich viel davon trinken kann - die ganze Mannschaft, vermutlich am Lagerfeuer sitzend, deswegen „laget om“ (sinngemäß zu übersetzen als „einmal für die ganze Mannschaft“), verkürzt zu „

Übrigens...

Lagom (gewöhnlich „laghum“ geschrieben) war die frühere Form des Dativs im Plural von lag (Gesetz; rechte Ordnung), wobei dabei auf kein juristisches Gesetz verwiesen werden musste. Die heutige Bedeutung ist eher abgeschwächt und hat neben „gemäß rechter Ordnung“ auch die Bedeutung von „passend“, „weder zu wenig noch zu viel“.