Samstag, 14. Januar 2017

Kindheit - Gestern und Heute

Wie sah unsere Kindheit, die Jugend aus?

Was unternahmen wir auf der Straße? Dem Hinterhof?

Meine Erinnerungen ranken sich um den Gummitwist, den Bäumen die ich hinaufgeklettert bin, harmlose Streiche wie u.a. das Klingelputzen, was vornehmlich in der Großstadt in München stattfand. In den Ferien auf dem Land sah es anders aus: Wir, meine jüngere Schwester und ich, wir tobten über die Wiesen. Besuchten den nahegelegenen Bauernhof, wo der Großvater sein Fahrzeug unterstellen durfte, denn zum Reihenhaus meiner Großeltern gehörte damals noch keine Garage. Die Begegnung mit Tieren, die mich prägen sollte.

Als wildes Kind fing ich Fliegen, geschwind wie ich war gelang es mir gut. Die lästigen Tierchen, die von der geliebten Oma mit der Fliegenpatsche erlegt wurden, damit sie den frisch gebackenen und herrlich duftenden Streuselkuchen nicht besuchen konnten. Die Neugier ließ mich den Fang begutachten. Grausam, wie eben Kinder sein können, zerlegte ich das Tier. Wofür mir heute die Worte fehlen. Mein Großvater erwischte mich dabei. Er nahm mich beiseite und erklärte mir eindringlich aber mit ruhiger Stimme, dass das Tierchen unter meiner Sezierung leiden und Schmerzen erdulden würde. Die genaueren Worten sind längst aus den grauen Zellen in meinem Kopf gefallen. Jedoch werde ich niemals das Gefühl der Einsicht und Scham vergessen, das mich durchflutete bei der Erkenntnis, die mein Großvater mir vorführte. Mir eine Welt eröffnete, mich in andere Lebewesen zu versetzen...


Und wie sieht's im Gegensatz dazu für die jetzigen Kids aus?

Ein Clip, der mir auffiel, den ich zeigen möchte.

HUF NYC from HUF on Vimeo.

Dienstag, 22. November 2016

Alte Schachtel(n)

Über Bezeichnungen rund um das Alter existiert bereits anfänglich des Blogs ein Post mit einigermaßen intensivem Gedankenaustausch.


Tatsächlich gibt es noch weitere Benennungen. Und da fange ich den Begriff der "Alten Schachtel" auf, werfe ihn neuerlich wissbegierig in den Kreis der Diskussion.

Eines ist klar, keine Person sieht sich gerne so bezeichnet!


Diesmal bezieht sich die Schachtel genau genommen auf meinen eigenen Geldbeutel.

Darum verzeiht die provokante Herausforderung, die ich mir erlaubte!

Es hat tatsächlich einen Bezug zum althergebrachten Modell, der früheren Herstellung und Bearbeitung!

Besser gesagt, auf die Bauart, die Verarbeitung und das Innenleben dieses Behältnisses für die lieben Moneten, die so schnell flüchten und öfter dreimal umgedreht werden müssen.




Die Wiener Schachtel
Beim Einkauf meines neuen Geldbeutels und die Verkäuferin klärte mich auf. 

Von der Geldkatze zum Portemonnaie, die kleine Geschichte der Geldbörse

So sieht sie also aus, die neue Geldbörse: Mit einem Fach für die Münzen,
das als Wiener Schachtel  - wegen der Faltung  - bezeichnet wird.


Diese Modelle sind nach altem Vorbild gefertigt. Die Wiener Schachtel besteht aus zwei Teilen die mittels zweier Druckknöpfe zusammengehalten werden. Klappt man beide Hälften auseinander öffnet sich das Geldscheinfach sowie 6 Kreditkartenfächer und 2 weitere Fächer.

Das besonders große Münzfach ist nach Ziehharmonika-Art gefaltet und bildet in geöffnetem Zustand die Form einer Schachtel.


Freitag, 21. Oktober 2016

Interessen

Hobbys pflegen viele Menschen, Leidenschaften dagegen eher wenige. Im Zusammenhang mit meinem neuen Blog überlegte ich meine Interessen, meine Leidenschaft darzulegen...

Die Photographie erlernte ich seinerzeit in München bei einem Food-Fotografen, natürlich damals noch analog, mit einer guten Nikon. Damals hielten die "echten" Berufsfotografen die neuen und empfindlich teueren Digital-Kameras für eine Modeerscheinung, die sich in kurzer Zeit erledigen würde. Wir wissen jedoch, dass die Kombination von Spiegelreflexkamera und Digitaltechnik einen geradezu grandiosen Siegeszug genommen hat. Und ich schätze es inzwischen auch. 



Auslöser mir Gedanken über meine Liebe zur Fotografie zu machen,  war wohl auch eine zufällige FAZ-Reportage über den sehr bekannten Fotografen Robert Doisneau und seine berühmt-berüchtigte Kuss-Szene in Paris. 
Robert Doisneau begann 1929 beruflich zu fotografieren, ein Jahr nach Abschluss seines Studiums an der École Estienne in Paris mit einem Diplom für Lithografie und Gravur. Seine erste Fotoreportage wurde 1932 gedruckt. 1934 wurde er Werksfotograf des heute abgerissenen Renault-Werkes auf der Île Seguin in Boulogne-Billancourtgab diese Anstellung aber 1939 auf, um freiberuflich zu arbeiten.
Er diente ein Jahr in der Armee und war danach Fotograf der Résistance, der die Besetzung und Befreiung von Paris dokumentierte. Ein Kontakt mit Charles Rado, dem Gründer der Agentur Rapho während des Krieges brachte ihn endgültig zum Fotojournalismus. Von 1946 an wurde er durch diese Agentur vertreten. Von 1949 bis 1952 arbeitete er für Vogue, davor und danach fotografierte er für LifeParis Match, Réalités, Point de Vue, Regards und andere Illustrierte. Es entstanden Portraits bekannter Persönlichkeiten wie Pablo PicassoFernand LégerGeorges Braque oder Orson Welles.
Berühmt wurde der Flaneur Doisneau für seine Bilder aus den Straßen von Paris, wo er Menschen des Alltags ablichtete. Dabei entstanden rund 350.000 Fotos. Sein inzwischen berühmtestes Foto nahm Doisneau 1950 auf: Ein sich vor dem Pariser Rathaus küssendes Paar.[7] Die Illustrierte Life hatte damals eine Reportage unter dem Titel „Verliebte in Paris“ bestellt.
Das Foto wurde erst 1986 wiederveröffentlicht, wurde dann aber zum romantischen Bestseller. Mehrere Personen glaubten sich auf dem vermeintlichen Schnappschuss wiederzuerkennen und verklagten Doisneau auf Beteiligung an den Einnahmen. Doisneau konnte jedoch nachweisen, dass er die Fotoserie mit zwei Schauspielstudenten inszeniert hatte: Françoise Bornet und deren damaliger Freund Jacques Carteaud hatten für das mit einer Rolleiflex gemachte Foto ein Honorar erhalten.
2005 wurde das Foto mit der Archivnummer -21.039- und Doisneaus Werkstempel im Pariser Auktionshaus Artcurial für 155.000 Euro von einem anonymen Bieter aus der Schweiz ersteigert (bei einem Startpreis von 10.000 Euro und einem Schätzpreis von 15.000 bis 20.000 Euro). Das Bild war zuvor im Besitz der abgelichteten Françoise Bornet.

Was jedoch vom ursprünglichen Handwerk der Photografie geblieben in Fleisch und Blut übergegangen blieb, sind verschiedene Grundelemente wie:

  • Die Blende und die Tiefenschärfe 
  • ISO, der Umgang mit der Lichtempfindlichkeit 
  • Schärfentiefe etc.
Und los geht's...

Ab in die Natur, im Haus - egal was, einfach gezielt fotografieren. Freilich sollte man vorher unbedingt seine Kamera gut kennen, dem meist mitgelieferten Handbuch entsprechend die Einstellungen vornehmen, damit üben.

Was mir liegt, sind Bilder aus verschiedenen Perspektiven aufzunehmen. Übrigens, u.a. Hilfe bietet manche Kamera mit dem wählbaren Raster, idealerweise noch den sogenannten Goldenden Schnitt oder Drittelregelung...


Was interessiert euch brennend?!